13 Februar 2011 - 20:30
News ID: 226139
Bahrainische Sicherheitstruppen errichten Checkpoints- aus Furcht vor weitausgelegten Protesten.
Wie die Ahlul Bayt News Agency ABNA berichtet, soll das bahrainische Militär aus Furcht vor Protesten, die für Montag geplant seien, damit begonnen haben Straßensperren zu errichten.
Oppositionelle Gruppierungen hatten für den kommenden Montag Protestaktionen in Bahrain angekündigt- ähnliche wie die Bewegungen die in Ägypten eine Revolution auslösten.
Ein berühmter Menschenrechtsaktivist hatte "Chaos und Blutvergießen" angekündigt, falls die Authoritäten die geplanten Demonstrationen versuchten zu verhindern.
Das kleine Königreich Bahrains ist unter den politisch gefährdesten Nationen am Persischen Golf. Strategisch gesehen, ist das Land für die US-Armee von enormer Bedeutung. Von dort werden sämtliche Aktionen im Nahen Osten geregelt und kontrolliert. Auch US-Flugzeugträger und die damit verbundene Luftwaffe ist in Bahrain ansäßig.
Mehr als 70 Prozent der Bevölkerung sind schiitischen Glaubens, die Regierung dennoch eine streng sunnitische, die letztes Jahr vor den Wahlen etliche schiitische Friedensaktivisten festgenommen hatte. Vorgeworfen hatte man ihnen eine Verschwörung gegen den Staatsfrieden und die Organisierung von Straßenschlachten gegen die Regierung und deren Anhänger.
In Karzakan, einem schiitischem Dorf im Westen von Bahrain, hatten Polizisten sich mit einer kleinen Gruppe Jugendlicher vor einer Hochzeit Straßenschlachten egliefert. Die Associated Press hatte berichtet, dass dabei durch Tränengas, welches zum Einsatz kam, mehrere Menschen verletzt wurden.
Am Freitag hatten sich nach dem Rücktritt Mubaraks mehrere Regimegegner in Bahrain versammelt, um gegen das bahrainische Regime zu demonstrieren. Für Montag sind landesweite Proteste geplant, es werden mehrere Millionen Menschen erwartet.